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Warum man heute noch bloggen sollte


Internet

Bevor ich mit dem bloggen angefangen habe, habe ich mir dazu ein paar Fragen gestellt. Eine war, ob man einen Blog in Zeiten von Facebook und Twitter überhaupt noch braucht.

Die Antwort, die ich für mich gefunden habe, beschreibt aber auch gleichzeitig zwei Probleme von Facebook und Twitter.

1. Facebook und Twitter vergessen schnell

Wer kennt das nicht: Erst vor ein paar Tagen etwas von einem Freund oder Bekannten auf Facebook geteilt bekommen und schon fragt man sich "Verdammt, wer war das noch? Wo war das noch? Wann war das noch? Was genau war das noch?". Wir lesen und erfahren auf Facebook und Twitter zu viel, um uns an einzelne Schnipsel noch detailliert erinnern zu können. Denn meist sind es ja nur Schnipsel. Gerade der kurzen Betrachtung wert und weiter geht die Reise. Wollen wir uns erinnern, kann es sein dass Facebook das bereits vergessen hat. Natürlich vergisst Facebook nichts im eigentlich Sinn. Aber es verschwindet in den undendlichen Weiten meiner Chronik. Dann blätter ich und blätter und blätter ich ... aber meist vergebens. 

Facebook und Twitter sind ganz hervorragend wenn, ich kurz auf etwas aufmerksam machen oder einen schnellen Schmunzler mitnehmen möchte. Aber mehr geht irgendwie nicht. Diskussionen lassen sich auch führen - aber nur kurz. Nur so lange, wie der Eintrag auf meiner oder auf der Pinnwand anderer Teilnehmer prangt. Danach ist die vergessen und verschwindet. Mir passiert das häufig.

2. Ich erreiche weniger als ich glaube

Facebook ist gut. Facebook ist intelligent - oder versucht es zu sein. Facebook möchte mit Formeln und "Wenn dann"-Bedingungen erkennen, zu welchen meiner Kontakte ich eine tiefere Bindung habe und zu welchen weniger. Mit welchen Freunden interagiere ich öfters? Wo drücke ich häufiger mal ein Like oder gebe einen Kommentar ab und wie sieht das andersrum aus? Mit diesen Fragen entscheidet Facebook, ob und welche Nachrichten ich sehe und welche eben nicht.

Das Prinzip dahinter ist sicherlich gut gemeint und sicherlich noch viel notwendiger als wir glauben. Wenn ich wirklich jede, aber auch jede Statusmeldung von allen meinen Freunden Kontakten  sehen würde ... ich käme mit Facebook nicht mehr klar. Ich wäre überfordert, hätte keine Lust zu wühlen und würde Facebook am Ende weniger nutzen. Weil Facebook genau das weiß, funktioniert es wie es funktioniert. Natürlich könnte ich als Nutzer das beeinflussen. Dafür habe ich ja die Möglichkeit meine Kontakte in Kategorien wie "Enge Freunde", "Bekannte" oder "Familie" einzuteilen und auch bei jedem Kontakt selber kann ich das verändern. Aber viel zu anstrengend das zu machen. 

Weil sicherlich der Großteil meiner Freunde das ebenfalls "zu anstrengend" findet - wenn sie denn von der Möglichkeit wissen - weiß ich halt nie genau, wer am Ende meine Kommentare und Statusmeldungen sieht.

Darum der Blog

Die beiden Gründe für mich ausreichend, mich für einen Blog zu entscheiden. Natürlich gibt es da noch so Kleinigkeiten wie die absolute Freiheit die Seite so zu gestalten wie ich das möchte, Inhalte so abzubilden wie ich das für richtig halte. 

Daher: Auch in Zeiten von Facebook und Twitter ist der eigene Blog noch sinnvoll. Ob das auch für den Inhalt gilt - nun, wir werden sehen ... :D

 

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