Nerdige Gedanken vom und zum Radfahren

Das Leid mit den Ruhetagen und Trainingspausen


Training

Manchmal muss man sie machen, manchmal soll man sie machen und allgemein weiß man auch, dass sie absolut notwendig sind: Die Ruhetage und Trainingspausen. Warum nur fällt es mir so schwer mal einen, oder auch mal ein paar Tage nix zu machen?

Ruhetag!
Quelle: Mein Wohnzimmer.

Das kennt sicher jeder ambitionierte Sportler: Man schustert sich im Kopf seinen Trainingsplan zurecht und versucht sich dann daran zu halten. Nach ein paar Tagen mit täglichem Training sieht jeder Trainingsplan einen oder auch mehrere Ruhetage vor. Ruhetage sind wichtig, Ruhetage sind nötig. Dass weiß jeder bedachte Ausdauersportler.
Während den Ruhetagen erholt sich die Muskulatur und ganz wichtig: Sie bekommt Zeit zu wachsen und sich anzupassen. Wie der ganze Organismus in Summe brauchen auch die Muskeln mal Zeit zu verschnaufen, um dann mit voller Kraft oder sogar kräftiger wieder an die Arbeit zu gehen.

Das weiß ich, das versteh ich und eigentlich ist das ja auch eine dankbare Angelegenheit. Ich hab ja schließlich weder Zeit noch Lust, jeden verdammten Tag meine 2-3 Stunden auf dem Rad zu sitzen.

Aber verdammte Axt: Warum fällt einem das so schwer diese Ruhetage auch einzuhalten? Ich bin doch gar kein Radrennfahrer, sondern nur Rennradfahrer und versuche allgemein meine sportlichen Ambitionen möglichst alltagsverträglich zu gestalten. Dadurch ergeben sich halt auch immer mal ungeplante Ruhetage.
Eigentlich sollte es ein Dreierblock werden, aber weil Feier hier oder Arbeit da, muss man mal einen Tag vorher aussetzen. Eigentlich ist das nicht schlimm. Mach ich halt aus dem Dreierblock kurzerhand zwei Zweierblöcke. Bei meinem Fitnesslevel bin ich mir sicher, dass das eigentlich wenig ausmacht. Sicherlich könnte ich auch mal 2-3 Tage aussetzen ohne in ein Formtief zu rutschen. Meine Radfreunde würden sogar sagen "Du lebst doch in der Talsohle :D".

Nur spielt der Kopf dann einfach nicht mit. Es nagt das schlechte Gewissen: "Eigentlich müsstest Du doch ...", "Eigentlich wolltest Du doch ... ", "Eigentlich hattest Du geplant ... ". Kennt ihr das? Ätzend. 

Wenn dann noch ein paar meiner Radfreunde an meinem geplanten oder ungeplanten Ruhetag aktiv sind und mich mit ihren Erfolgen bei runtastic oder STRAVA belästigen, wird es ganz schlimm. Ich erwische mich dann immer dabei wie ich immer und immer wieder so Begriffe wie Ruhetage oder Trainingspausen googel. Hoffentlich finde ich dann viele neue Beiträge, die mir nochmal sagen, wie gut und richtig ein Ruhetag ist und dass es gar kein Problem für meine Form ist. Albern, oder? Wie man sich selber betuppen will nur um Ruhe zu finden ;) Aber das klappt immer wieder. Die Anzahl der ungelesenen Beiträge zu dem Thema wird zwar von Mal zu Mal weniger, aber noch klappt das.

Also alle ihr unruhigen und hibbeligen Ruhetagmacher: Alles ist gut! Ein oder auch zwei Ruhetage sind absolut vernünftig und setzt euch beruhigt wieder auf die Couch! Morgen geht es weiter!

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