Nerdige Gedanken vom und zum Radfahren

Fahren ohne Helm? Alles Irre! Hungerast.


Training

Heute am Sonntag habe ich wieder eine etwas längere Trainingsrunde gedreht. Um 8 Uhr war ich unterwegs und nach 4 Stunden und 106 Kilometer wieder zu Hause. Wie immer Sonntags habe ich wieder viele Rennradfreunde getroffen - aber warum fahren immer noch einige ohne Helm? Ich verstehe es nicht!

Okay, heute war es wieder recht warm. Zwar verzog sich die Sonne hier bei uns so gegen 10 Uhr hinter dünne Wolken, aber gerade an sonnenbeschienenen Hängen konnte es beim Klettern noch richtig heiß werden.

Heute habe ich besonders viele Rennradfreunde getroffen. Ich weiß nicht warum, aber ich schien mir eine beliebte Runde ausgesucht zu haben. Gefahren bin ich die Strecke der RTF vom RV Wanderlust Rai-Breitenbach 1907 e.V. 
In diesem Jahr konnte ich die RTF zwar leider nicht fahren, aber die Strecke ist wunderbar und scheint auch bei anderen Radfahrern beliebt.

Heute haben mich zwei Dinge gewundert:

  1. Warum fahren immer noch einige ohne Helm?
    So auf ca. 20 Rennradfahrer kommt bei mir immer einer, der ohne Helm unterwegs ist. Ich will keine Vorurteile schüren, aber es sind auffallen häufig die älteren Semester. Ich weiß nicht wie man so leichtsinnig sein kann.
    Auch geht mir nicht in den Kopf, was so störend an einem Helm ist! Gut, vor 15 oder 20 Jahren, als das noch fast luftdichte und schwere Plastik- und Styroporschalen waren, noch dazu unangenehm zu tragen - da konnte ich schon verstehen warum man da froh war mal ohne Helm zu fahren. Ich erinner mich wie zu der Zeit auch die Profis bei der Tour de France ihren Helm in den Anstiegen abzogen und über den Lenker hingen.
    Aber das ist doch schon ewig her. Ich habe gerade wieder einen neuen Helm gekauft. Natürlich muss man da ein wenig schauen, anprobieren, ausprobieren und vielleicht auch ein paar Euro auf den Tisch legen. Aber das ist es mir doch wert. Oder nicht. Ich hoffe es hat nix mit "Dann gehen meine Haare kaputt!" oder "Mit Helm sehe ich doof aus" zu tun. Wen interessiert denn das auf dem Rad?!
    Vielleicht glauben die paar Verwirrten ja auch, dass sie so gut und super fahren können, dass ihnen niemals was passieren wird. Nie. Weil sie ja auch immer ganz alleine auf der Straße sind und nie ein Hund oder ein Auto in den Weg kommen wird. Aber gut - wenn ich für diese Honks nicht auch irgendwie den Krankassenbeitrag mitzahlen würde, wäre es mir ja egal. Aber der ein oder andere möge dochmal drüber nachdenken und doch einen gut sortieren Radladen aufsuchen.

  2. Der Hungerast
    Das Zweite was mich mal wieder hochgradig genervt hat war mein Hungerast, der mich so 20 Kilometer vor zu Hause ereilt hat. Ich fahre schon so lange und ich hatte schon so oft einen Hungerast ... warum werde ich eigentlich nicht schlauer? Wenn ich vor habe länger als 3-4 Stunden unterwegs zu sein, nehm ich mir immer einen Riegel und ein Gel mit. Das Gel verputz ich eigentlich recht zügig so nach 1,5 bis 2 Stunden. Irgendwie hab ich dann aber eine Scheu noch den Riegel anzubrechen. Das sind so dumme Gedanken wie "Die Kalorien sparst Du Dir noch!", "Bist ja auch gleich fertig." oder "Dann trink ich noch einen Schluck, dann reicht das schon bis nach Hause". Und immer geht es gleich aus: Die letzten 5-6 Kilometer quäle ich mich wieder die obligatorischen Berge zu mir nach Hause hoch und leide leise weinend vor mich hin. Herr schick mir Hirn!

Ansonsten war es wieder eine wunderbare Ausfahrt in toller Landschaft und irgendwie schiele ich im August wieder auf 1.000 Kilometer. Gestern war nix mit Radfahren, aber noch sind die 1.000km wieder möglich ;)

Blick ins Tal richtung Fürth/ Heppenheim. Ein schöner Tag!

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